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Sterne schnuppern
Sterne steh’n am Himmel, Schnuppen stürzen in die Dunkelheit, Schüler achten nicht auf’s Schulgebimmel, heute haben sie zum Lesen Zeit. Was ist bloß los?
Wenn Kinder sich in Kissen kuscheln und lieber Bücher lesen ... Leise lacht jemand und träumt von Meeresmuscheln, und freut sich auf die lange Lesenacht.
Du freust dich auch. Die Schule macht dir nämlich nächtlich mächtig Spaß. Es ist jetzt Lesenacht, und Astrid Lindgren liegt mit dir im Gras.
Sie schrieb von Pippi Langstrumpfs Taten, von Lönneberga, Blomquist, Ronja ..., acht Bücher von ihr liest du im geheimen Garten, zu dem die Schule wird in dieser Lesenacht.
Wenn Kinder sich in Kissen kuscheln und Bücher lesen wollen ... macht euer Licht aus, Lehrer, lasst das Tuscheln, schnuppert die Sterne dieser Lesenacht.
Sterne steh’n am Himmel, Schnuppen stürzen in die Dunkelheit, Schüler achten nicht auf’s Schulgebimmel, heute haben sie zum Lesen Zeit. Und wie geht’s weiter?
Quelle: Jörg Knobloch (Hrsg.): Praxis Lesen - z.B. Astrid Lindgren. Lichtenau: AOL Verlag 2002, S. 4.
Schlaflied
Abend wird’s und tiefe Nacht, Augen sollen zugemacht werden. Geister haben keine Stunden mehr. Nein, dein Bett umrunden Dichter.
Allesamt Gelichter sind sie, glauben, dass sie dir was rauben können: deinen Schlaf.
Dichter, allesamt Gelichter, nehmen dich gefangen. Wollen dich auf Foltern spannen, quälen dich mit Zeit, die viel zu kurz gewesen ist. Wolltest, aber konntest doch nicht alles lesen.
Drum schließ Buch und Augen, schlaf mein Kind, schlaf schnell, Morgen graut schon, hell wird’s und die Sonne wickelt von der Spule ihre Strahlen ab. Was dich weckt jedoch, ist nicht die Lerche, nein, es ruft die Schule. |